Stärkere Prozesse für höhere Erträge - Publishing bei Hearst UK

Es sind herausfordernde Zeiten für die Publishing Branche. Und sie sind noch lange nicht vorbei - lesen Sie, welche positiven Maßnahmen der Publisher Hearst UK ergriffen hat, um neue Zielgruppen zu erschließen und sein Angebot zu erweitern.

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Morag Cuddeford-Jones12. September 2019
  • Digital Asset Management
  • Content Management

Dies sind sicherlich herausfordernde Zeiten für den Bereich Publishing. Es gab einen ausführlich dokumentierten Rückgang bei Printmedien aller Art und selbst im digitalen Bereich, in dem die Aufmerksamkeit der Verbraucher insgesamt weiter steigt, kämpfen engagierte Verlage darum, ihren Anteil zu erhalten. Aber zukunftsorientierte Verlage können dennoch erfolgreich sein.

Ein solcher Verlag ist Hearst UK. Auch Hearst blieb nicht von sinkenden Verkäufen an den Kiosken verschont, ergriff aber positive Maßnahmen, um sowohl den Rückgang zu stoppen als auch neue Zielgruppen zu finden.

Für das internationale Modemagazin Harper’s Bazaar führt es Veranstaltungen durch, von denen berichtet wird, dass sie in Stunden ausverkauft sind*. Das führende Mode- und Entertainment-Magazin Cosmopolitan veröffentlicht täglich Snap Stories, zu denen unter anderem gekennzeichnete Werbeanzeigen gehören und die ein Millionenpublikum haben. Es gibt auch Facebook- und Instagram-Posts, die die Werbung in der Printausgabe ergänzen.

Diese Erweiterung seiner Maßnahmen, um neue Zielgruppen zu gewinnen und bestehende zu erweitern, macht Hearst zu einem Unternehmen, das sehr stark auf relevanten Content angewiesen ist. Um auf dem Laufenden zu bleiben, muss es in der Lage sein, Content schnell zu finden und bereitzustellen, um sowohl seinen ‚formalen‘ Online- Konkurrenten, von Buzzfeed bis Conde Nast, als auch seinen informellen Konkurrenten wie Citizen Journalists in den sozialen Netzwerken zu begegnen.

Zusätzlich muss dieser Content auch die Markenwerte repräsentieren, die Hearsts‘ Zeitschriftentitel so einzigartig und begehrt bei den Lesern machen. Content darf nicht nur schnell sein, er muss auch erstklassig sein.

Geschwindigkeit ist von entscheidender Bedeutung

Es gibt allerdings keine Möglichkeit, dies ohne Automatisierung zu erreichen. Einige Titel des Verlags erhalten jeden Tag 20.000 Bilder von Fotoagenturen. Hierbei ist es allerdings nicht genug, eine große Menge an Informationen verarbeiten zu können, es muss auch intelligent gemacht werden.

Schließlich sind Zeitschriften wie Harper’s Bazaar bekannt für ihre Beziehungen zu einigen der exklusivsten Fotografen der Welt, wie Helmut Newton und Mario Testino. Von den 20.000 Bildern werden lediglich zwei Prozent gespeichert. Hier kommen dann die Mitarbeiter und ihr Talent ins Spiel, das insbesondere darin liegt, das beste Bild auszuwählen und eben nicht Tausende von Dateien zu verwalten.

Intelligente Organisation

Der Druck in Bezug auf die Umsätze im Verlagswesen ist enorm. Jeder Cent zählt. Die Verlage mussten sich an die neuen Geschäftsmodelle, die der digitale Bereich bietet, anpassen. Ja, es gibt eine Nachfrage nach kostenlosen Inhalten, die Publisher wie Hearst aufnehmen müssen, ohne dabei Kompromisse bei der Qualität einzugehen. Aber das Unternehmen muss auch Wege finden, um im Bereich umsatzgenerierende Dienstleistungen zu expandieren. Und das alles ohne Kostensteigerungen - am besten sogar mit Kostensenkungen.

Die Ermittlung interner Effizienzvorteile war ein wichtiger Weg zur Kosteneffizienz. Die Fotografie ist der Lebensnerv der meisten Mode- und Lifestyle-Magazine, und diese machen eben auch einen großen Teil des Geschäfts von Hearst aus. Dieser Bereich stellt daher eine der wichtigsten Ausgaben dar.

Durch die Zentralisierung der Bildmaterialien können unnötige Duplikationen oder der Kauf von Bildern reduziert werden, zu denen es bereits Alternativen gibt. Durch die einmalige Bereitstellung dieser Assets für eine Vielzahl von Zeitschriften anstelle der Schaffung von Silostrukturen (und Duplikation von Bildern) können Kosteneinsparungen innerhalb des gesamten Unternehmens erreicht werden.

Schaffung einer Grundlage für die Vielfältigkeit

Das ‚Cleaning House‘ für bestehende Titel und Projekte sollte nur die erste Stufe einer zukunftsorientierteren Verlagsstrategie sein. Es ist klar, dass das Kiosk-/Hauptwerbeträger-Modell im digitalen Zeitalter nicht mehr zweckmäßig ist und viele Verlage, die sich nicht von diesem Format entfernen, bald in Schwierigkeiten geraten.

Aber mit zentrlisierten Assets und Teams, die in einem agileren Echtzeit-Modell des Asset Sharing geschult sind, gibt es Möglichkeiten, in neue Bereiche wie Events und Lizenzierung zu expandieren. Seit der Einführung von censhare wird es heute von zwei Dritteln der Hearst UK-Organisation genutzt. Dadurch kann das Unternehmen vorhandene Objekte wesentlich effizienter verwalten - es hat 3.000 Stunden Produktionszeit gespart und die jährlichen Kosten pro Seite um 5% gesenkt - und sein Produktangebot erweitern. Das Veranstaltungsteam ist um 30% gewachsen und die Markenlizenzierung rückt in die Bereiche Elektronik und Wohnmobiliar vor.

Sie können hier die Erfolgsgeschichte von Hearst UK herunterladen und mehr darüber erfahren, wie das Unternehmen censhare-Systeme zur Verbesserung des Asset Management einsetzt und dem Verlag ermöglicht, neue Einnahmequellen zu erschließen.

*https://www.redbrick.me/the-not-so-glossy-future-of-the-magazine-industry/

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Morag Cuddeford-Jones
Morag ist seit über 20 Jahren Marketing-Journalistin, versucht sich aber immer noch einzureden, dass man Ihr das nicht ansieht. Sie kam zum Journalismus als sie nach einem kurzen Flirt mit der Musik-Industry eine leidenschaftliche Abneigung gegen alle Songs entwickelte, die nicht 1985 produziert worden sind.

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