Transformation von Unternehmen für eine veränderte Relevanz nach COVID

Die Pandemie hat Chancen für Veränderungen offenbart. Unternehmen mussten sich anpassen, und die Remote-Arbeit zeigt, wie untauglich einige Prozesse und Technologien waren.

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Morag Cuddeford-Jones31. März 2021
  • Digital Marketing

Die ursprüngliche Auswirkung der Coronavirus-Pandemie auf die Geschäftswelt war für viele verheerend, die Auswirkungen weitreichend und die Folgen werden lange anhalten. Doch die Aussicht auf einen Impfstoff, der die Welt in die Normalität zurückführen könnte, ist Realität geworden. Viele Regierungen auf der ganzen Welt arbeiten nun methodisch daran, ganze Bevölkerungsgruppen zu impfen.

Aber bedeutet das, dass wir nach der Impfung so weitermachen wie im Dezember 2019? Werden wir für das Jahr 2020 einen metaphorischen ‚Master Reset‘ durchführen und neu beginnen?

Äußerst unwahrscheinlich. Abgesehen von der Tatsache, dass es sicher einige Zeit dauern wird, um zu dem zurückzukehren, was wir alle als eine Realität vor COVID-19 bezeichnen, würden das nur wenige wollen. Das liegt daran, dass die Pandemie zwar unbestreitbar ihre verzweifelten Momente hatte, aber auch Chancen für Veränderungen offenbart hat, die wir nicht ignorieren sollten. Adapting to the Digital Business Imperative, ein Whitepaper von Martech Insiders, gesponsert von censhare und Kontave, wurde im Juli 2020 veröffentlicht, ist aber nach wie vor hochaktuell. Es zeigt auf, wie die Pandemie auch jetzt noch Chancen eröffnet:

1. Von Remote zu Hybrid

Der Lockdown zwang Mitarbeiter für ihren Arbeitstag in Schlafzimmer, Abstellkammern und Küchen. Aber trotz der manchmal fragilen Natur des heimischen Breitbandes erkannten auch viele die Vorteile eines fünfminütigen Arbeitsweges, der Möglichkeit, die Kinder von der Schule abzuholen, und davon, weniger Zeit für die Fahrt zu Meetings zu verschwenden. Als verschiedene Lockdowns endeten, stellten viele Arbeitnehmer - und auch ihre Arbeitgeber - fest, dass eine Vollzeit-Rückkehr ins Büro nicht die Standardvariante sein muss.

Schon jetzt untersuchen Unternehmen, welche Maßnahmen ergriffen werden müssen, damit sich mehr Mitarbeiter an eine hybride Arbeitsweise anpassen können. Wenn sich weniger Mitarbeiter in den Büros aufhalten, kann die physische Präsenz der Unternehmen schrumpfen, was zu Kosteneinsparungen führt. Die Unternehmen sind sich darüber im Klaren, dass dies bedeutet, dass sie Technologien für Remote-Arbeit stärken müssen, wie zum Beispiel zentralisierte und in der Cloud gehostete Softwarelösungen, aber die Pandemie hat diesen Wandel bereits stark beschleunigt.

2. Optimierte Informationen

Die Arbeit im Büro hat bis zu einem gewissen Grad die Ineffizienzen der meisten Arbeitsabläufe verschleiert. Anstatt sich durch einen veralteten Genehmigungsprozess zu kämpfen oder durch Server zu jagen, war es schneller, zum Schreibtisch eines Kollegen zu gehen. Das Arbeiten von Zuhause offenbarte, wie untauglich einige kollaborative Prozesse und Technologien waren.

Die Pandemie war aus vielen Gründen eine Zeit des Nachdenkens, aber sie war auch eine echte Feuerprobe, mit der Erkenntnis, wo Prozessverbesserungen am nötigsten sind. Zentralisierung ist für viele ein Muss geworden, da sie erkannt haben, dass eine einzige „Single Source of Truth“ für Produktdaten und digitale Assets ein Segen für Effizienz und Kosteneinsparungen ist. Von der Beseitigung doppelter Assets bis hin zur Sicherstellung der Produktgenauigkeit: zentralisierte Systeme liefern ROI und verbessern das Kundenerlebnis.

3. Wirklich Omnichannel-fähig werden

Eine der größten Spannungen in Unternehmen besteht darin, zu verstehen, was es wirklich bedeutet, ein Omnichannel-Unternehmen zu sein. Die diversen Kanäle wurden von Unternehmen oft eher stückweise übernommen, und die Strategien sind eher organisch gewachsen und nicht als Teil eines geplanten Omnichannel-Ansatzes.

Der Einzelhandel zum Beispiel kämpft weiterhin damit, ein Gleichgewicht zwischen seiner On- und Offline-Präsenz herzustellen. Die Pandemie gab einen wertvollen Einblick, wie Kunden wirklich mit jedem dieser Kanäle interagieren. E-Commerce hat tatsächlich begonnen, als pragmatischer Problemlöser und Kanal zur Erfüllung alltäglicher Bedürfnisse zu glänzen. Auf der anderen Seite beginnt der stationäre Einzelhandel, einen Erlebnisraum zu schaffen, einen Kanal für Destination Shopping und Inspiration.

Wie sich Unternehmen organisieren, um ihre veränderte Relevanz für die Kunden widerzuspiegeln, wird eine der transformativeren Auswirkungen der Pandemie sein, aber auch eine, die längst überfällig ist. Die Pandemie war traumatisch, und sie ist noch nicht vorbei, aber sie brachte auch Vorteile. Wenn Sie mehr darüber erfahren möchten, wie Unternehmen ihre Systeme und Arbeitsabläufe so umgestalten können, dass sie den Erwartungen nach der Pandemie gerecht werden, laden Sie hier ‚Adapting to the Digital Business Imperative‘ herunter.

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Morag Cuddeford-Jones
Morag ist seit über 20 Jahren Marketing-Journalistin, versucht sich aber immer noch einzureden, dass man Ihr das nicht ansieht. Sie kam zum Journalismus als sie nach einem kurzen Flirt mit der Musik-Industry eine leidenschaftliche Abneigung gegen alle Songs entwickelte, die nicht 1985 produziert worden sind.

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