Product Information Management – Die Punkte verbinden

Im Zeitalter der Omnichannel-Kundenerfahrungen wird es zwingend notwendig werden, eine Produkterfahrung zu inszenieren, die sich aus mehr als nur traditionellen Produktinformationen zusammensetzt.

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Morag Cuddeford-Jones11. Dezember 2018
  • Digital Asset Management
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  • Digital Marketing

Die Zentralisierung der kreativen und digitalen Assets eines Unternehmens gilt heute als bewährte Verfahrensweise. Wird diese Ressource jedoch nicht in die anderen beweglichen Teile des Unternehmens integriert, wird aus ihr im Grunde nichts anderes als eine weitere gewöhnliche Datenablage. Die Forschung von Gartner deutet darauf hin, dass es nicht nur möglich sondern unerlässlich ist, die Unternehmensdaten, die reich an Produkt-Content und digitalen Assets sind, mit Analyseprogrammen zu verknüpfen.

In seiner Studie Create Powerful Customer Experiences with a 360-Degree View of Your Products beschreibt Gartner, wie Sie einen vollständigen Überblick über Ihre Produkte erlangen können, um die wichtigsten Produktdaten-Assets ausfindig zu machen, und wie Governance- und Verwaltungsmechanismen implementiert werden können, um immer einen Überblick über Ihre Prozesse zu behalten.

Dieser 360-Grad-Übersicht ist noch nicht Realität geworden, da bisher laut der Gartner-Studie „...Produktdaten durch Daten-Sharing und Datenintegration noch nicht erfolgreich verknüpft wurden“. Um erfolgreich zu sein, müssen Unternehmen sich ein solides Datenfundament schaffen, das in die richtigen Prozesse eingebettet ist.

Daten-Assets identifizieren

Um sich durch das Verknüpfen von Content und Assets einen ganzheitlichen Überblick verschaffen zu können, ist es grundlegend, konsistente und einheitliche Identifikatoren zu erstellen, die jedes einzelne Produkt beschreiben. Das Master-Data-Management (MDM) kann mit dem Application-Data-Management (ADM) und dem Digital-Asset-Management (DAM) verknüpft werden, um zur Verbesserung der Kundenerfahrung einen ganzheitlichen Überblick über ein Produkt zu erhalten.

Die Klassifizierung Ihrer Datentypen erleichtert es Ihnen, diese Datentypen zu verwalten und infolgedessen effektiver zu verknüpfen. Reichhaltiger Produkt-Content ist die Grundlage der Informationen, die an den Kunden gerichtet sind und für das Marketing und den Vertrieb verwendet werden (z. B. Produktbeschreibungen, Merkmale und Vorteile). Digitale Assets können jedoch auch Content-Dateien wie Bilder, Videos sowie die Kopie enthalten, die verwendet wird, um die digitalen Eigenschaften einer Marke einzupflegen. Die Produktstammdaten hingegen beziehen sich auf grundlegende Informationen zu Artikeln (z. B. Gewicht, Abmessungen und Materialien).

Einen ganzheitlichen Überblick erlangen

Sobald sie verknüpft wurden, können diese Datensätze verwendet werden, um verschiedene geschäftliche Ziele zu erreichen. Aus unternehmerischer Sicht kann durch das Verknüpfen der Daten die betriebliche Effizienz, beispielsweise im Supply Chain Management, gesteigert werden. Im B2B-Bereich bestehen die Vorteile unter anderem darin, dass Unternehmen und ihre Partner dadurch effizienter zusammenarbeiten können, da sie in der Lage sind, Assets auszutauschen, wobei sich alle Parteien sicher sein können, dass die richtigen Informationen und Governance-Strukturen Anwendung finden. Und letztlich, aus einer kundenorientierten Sichtweise, wird es den Marken dank dieses ganzheitlichen Überblicks möglich, effektiver mit den Kunden zu kommunizieren und umzugehen, da sie direkt auf die richtigen Assets und Daten zugreifen können.

Die Wahl der Verfahren

Da viele Unternehmen neue Technologien erwerben und neue Lieferantenbeziehungen aufbauen, um sich einen ganzheitlichen Überblick über ihre Produkte zu verschaffen, werden Probleme in Bereichen wie Information-Governance und Datenmanagement zu einem immer wichtigeren Thema. Paketlösungen können zwar oft einen oder zwei Bereiche abdecken, aber nicht alle. Dadurch bleiben Lücken und Risikobereiche. Diese Risiken zu beseitigen, wenn man einen oder mehrere Anbieter wählt, ist daher einer der wichtigsten Aspekte bei der Implementierung einer erfolgreichen Produktmanagementlösung.

Die Übersicht ausweiten

Im Wesentlichen empfiehlt die Studie die Implementierung einer ganzheitlichen Produktübersicht. Dies beinhaltet die Verwendung dessen, was die meisten als „Big Data“ bezeichnen würden. Dadurch wird es einfacher mithilfe kontextbezogener Informationen, wie beispielsweise der Preissensibilität, Live-Chat-Protokollen und von Benutzern erstelltem Content, den Kunden in den Mittelpunkt zu rücken.

Natürlich stellten diese Arten von Daten, selbst für Unternehmen, die sich vielleicht in vielerlei anderer Hinsicht für fortschrittlich halten, eine Herausforderung dar, da es sich dabei um äußerst vielschichtige Informationen handelt, die größtenteils nicht strukturiert und in großen Mengen vorliegen. Zur Erlangung eines Wettbewerbsvorteils kann es von großer Bedeutung sein, den Umgang mit diesen Daten zu meistern.

Lesen Sie die Studie, einschließlich der vier Schritte zum Umgang mit neuen Datenquellen, um mehr darüber zu erfahren, wie ein Sie sich einen ganzheitlichen Überblick über Ihre Produkte verschaffen und bei der Implementierung vorgehen können.

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Morag Cuddeford-Jones
Morag ist seit über 20 Jahren Marketing-Journalistin, versucht sich aber immer noch einzureden, dass man Ihr das nicht ansieht. Sie kam zum Journalismus als sie nach einem kurzen Flirt mit der Musik-Industry eine leidenschaftliche Abneigung gegen alle Songs entwickelte, die nicht 1985 produziert worden sind.

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