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Tuesday 2¢: Ist das alles für das Content Management?

Tuesday 2¢: Ist das alles für das Content Management?

Willkommen bei Tuesday 2¢ . Es ist Dienstag - das Wochenende nur noch eine vage Erinnerung - und es ist an der Zeit, in unserem Blog etwas Dampf abzulassen und unsere bescheidene Meinung über ein aktuelles Thema der Branche kundzutun. Diese Woche reißt Ian Truscott angesichts der anhaltenden Präsenz von Silo-Lösungen in der Content-Management-Branche die Arme hoch.


Momentan kann man mich wohl am besten als B2B-Marketer bezeichnen, aber wenn ich den Anspruch auf eine Branchenfachrichtung erheben könnte, dann wäre das im Bereich Content Management. Ich habe für ein halbes Dutzend Anbieter gearbeitet, war Branchenanalyst, saß im Vorstand der Content Management Professionals Association, habe für Agenturen gearbeitet und habe seit den Anfangstagen dieser Branche viele große Marken wie Vignette beraten. Das ist nun beinahe zwei Jahrzehnte her.

Damals wurde die Branche allgemein als Dokumentenmanagement oder als „das Neue“ definiert, das sexy Web Content Management. Software, die man kaum als solche bezeichnen konnte. Es war ein Haufen von APIs, auf denen die Technikfreaks alles aufbauten, und dennoch wuchs die Branche und brachte mit unglaublicher Geschwindigkeit Neuerungen mit sich, um eine Benutzerfreundlichkeit zu erzeugen, ein Business-Tool, das wir heute nutzen. Zusammen mit dieser Reife flirtete die Branche kurzzeitig mit dem Konzept Enterprise Content Management (das ERP des Content) und einer Realisierung, dass sämtlicher Content, ob ein Dokument oder eine Webseite, das Herzblut eines jeden Unternehmens wäre.

Aber während ich einen weiteren Bericht eines Branchenanalysten durchblättere (dieser hier bewertet die besten DAM-Anbieter), frage ich mich, was zum Teufel passiert ist.

Das Content Management ist im Grunde genommen ein einfaches Konzept - Sie brauchen eine Datenbank, auf der Sie Ihren Content speichern, ein Datenmodell, das es Ihnen ermöglicht, Ihren Content mit Metadaten zu kennzeichnen, eine Benutzeroberfläche, mittels der der Content verwaltet werden kann, eine Workflow Engine, ein paar APIs/Integrationen und eine Möglichkeit, den Content auf dem Kanal, den sich Ihre Zielgruppe aussucht, unterzubringen.

Ja, ja, natürlich steckt der Teufel im Detail. Man braucht fachliche Funktionalitäten, die zu bestimmten Anwendungsfällen passen. Aber unabhängig davon, ob Sie Produkte, Bilder, Videos, Dokumente, Webseiten, Callcenter Responses, Augmented Reality, Social Media Posts, Tweets oder Kampagnen verwalten oder Content auf Bildschirmen, die so klein wie eine Smartwatch oder so groß wie eine elektronische Werbetafel am Time Square sind (oder an was auch immer die coolen Kids denken), erstellen und unabhängig davon, ob Sie das Ganze mit einem coolen Namen wie Content Marketing oder einem praktischen Namen wie Product Information Management oder sogar mit einem eindrucksvollen Namen wie Digital Experience Management versehen, im Wesentlichen ist es das:

Im Grunde sind Prozess und Handwerk immer noch das Gleiche. Wir erstellen Dinge digital, integrieren sie in Systeme, fügen Metadaten hinzu - damit die Maschine weiß, was das ist - verwalten sie mittels eines Publikationsprozesses und bringen sie dann im Kontext an den Verbraucher, manchmal sogar in Druckform (keuch!), und ALLE Unternehmen müssen das mehr oder weniger für ihren GESAMTEN Content machen, wie immer dieser auch aussieht - und wir konnten das beinahe 20 Jahre lang üben.

Mein übertriebenes Augenrollen, das ich mit diesem Blogeintrag darstellen will, richtet sich also nicht an diesen bestimmten Analystenbericht, dem jegliche dieser Funktionalitäten fehlt, denn er ist eine gründliche Arbeit und beschreibt sehr genau die Merkmale, die man von einem Content-Management-System erwarten würde.

Mein Problem ist, dass er sich eng auf das Digital Asset Management fokussiert, und nachdem ich die Webseite des Analysten kurz durchgesehen habe, entdecke ich ähnliche Berichte über MAM, PIM, WCM, ECM, die im Grunde alle das Gleiche beschreiben.

Ist es von dieser Branche wirklich zu viel verlangt, diese Dinge als dieselbe verdammte Sache zu betrachten? Als Anwendungsfälle und nicht als separate Produkte oder Softwaremärkte?

Ich habe mich sogar mit einem Analysten unterhalten, der sagte, dass ein Anbieter ein separates dediziertes Produkt anbieten muss, um in seiner bestimmten Nische gesehen zu werden. „Singen UND Tanzen, hau ab, du bist nicht zum Vorsingen für diese bestimmte langweilige Serie ‚America’s Got Talent‘ eingeladen“ (okay, vielleicht hat er das nicht unbedingt so gesagt).

Wenn der Analyst, der diesen DAM-Bericht geschrieben hat, so gedacht hat und sich entschieden hat, über das Thema Content Management zu schreiben, würden sich seine Kollegen, die sich ihren Lebensunterhalt in den Nischen verdienen, erheben und den Ketzer verbrennen, ihn in den Charles River oder vom Cummins Point werfen (Anmerkung: rätselhafte geografische Bezugnahmen auf führende Analysten- und Forschungsunternehmen).

Wie ich zuvor schon gesagt habe, diese Fragmentierung hilft den Kunden nicht , aber ich frage mich, ob sie denn unserer Branche hilft?

War es das für das Content Management? Ein Leben in den Nischen, unterteilt in Silos, damit eine ganze Branche von Integratoren die vernünftige, rationale, unternehmensweite Lösung durch Implementierung um Implementierung zusammennähen kann?

Natürlich denken wir anders , aber ich bin nicht hier, um etwas zu verkaufen, ich bin hier, um zu schimpfen. Wer ist dabei?

Ian Truscott Ian Truscott

Ian Truscott hält den unoffiziellen Ehrentitel „Träger des Firmen-Megaphons“ für censhare und bringt als Marketingleiter 20 Jahre an B2B-Software-Erfahrung mit (er muss als Kind damit angefangen haben). Zum Glück für uns im Münchner Büro hat er einen Kessel und Teebeutel gefunden - seht Ihn Euch an, er ist glücklich.

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