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Tuesday 2¢: Gute Nachrichten! Im Gegensatz zur Maschine hat der Goldfisch ein Hobby

Tuesday 2¢: Gute Nachrichten! Im Gegensatz zur Maschine hat der Goldfisch ein Hobby

Willkommen bei  Tuesday 2¢ Es ist Dienstag - das Wochenende nur noch eine vage Erinnerung - und es ist an der Zeit, in unserem Blog etwas Dampf abzulassen und unsere bescheidene Meinung über ein aktuelles Thema der Branche kundzutun. Diese Woche denkt Ian Truscott über das gängige Bild von Online-Konsumenten nach, das wir als Marketer haben.


Als wir den Beitrag zu Tuesday 2¢ von letzter Woche veröffentlicht haben, habe ich mich mit einem meiner Kollegen unterhalten und er hat recht knapp dargelegt, dass trotz modernem Marketing, trotz all der Maschinen und technologischen Veränderungen die Menschen SEHR VIEL mehr Zeit dafür verwenden, Dinge zu kaufen. Diese utopistische Vision (oder orwellianische Vision aus dem Jahr 1984) aus meinem letzten Beitrag über Maschinen, die sich um jedes Bedürfnis von uns Verbrauchern kümmern, noch bevor wir es überhaupt brauchen, scheint eine Sache zu vergessen: die Menschen kaufen gerne ein.

Das ist ein Gedanke, der im Gegensatz zu der weitverbreiteten ( aber unwahren ) Auffassung zu stehen scheint, dass der moderne Verbraucher eine kürzere Aufmerksamkeitsspanne als ein Goldfisch hat. Bedeutet also der Wahnsinn der reaktionären „Jetzt kaufen“-Aktivitäten, dass Marketer jede Webseite, die ihre Kunden besuchen, wiedervermarkten müssen, um in deren Bewusstsein zu bleiben – für den Fall, dass sie uns in den letzten 2 Sekunden vergessen haben?

Natürlich gibt es den Spontankauf, aber es gibt zahlreiche Anzeichen dafür, dass der Kauf von Dingen, der gesamte Prozess der Recherche, die Auswahl und dann das eigentliche Verbringen von Zeit in dem Shop und das Tätigen eines Kaufs, heute tatsächlich zu den Dingen gehören, die die Menschen in ihrer Freizeit machen möchten. Es ist ihr Hobby.

Recherchen von Statista zeigen, dass 75% der Menschen im Vereinigten Königreich als Freizeitbeschäftigung einkaufen gehen. Es ist natürlich eine Freizeitbeschäftigung, die heute auch von zuhause oder dem Büro aus gemacht wird. Man muss nur einen kurzen Blick auf eine der Recherchen von eCommerce werfen und wird sehen, dass eine zunehmende Mehrheit der Verbraucher es vorzieht, entweder online einzukaufen oder ihre Einkäufe online zu recherchieren, auch wenn ein konventionelles Geschäft Teil ihres Einkaufserlebnisses ist. Es gibt also eine Menge Menschen, die viel Zeit damit verbringen, über einen Online-Einkauf nachzudenken, und, was am wichtigsten für uns Marketer ist, Content konsumieren.

Neben der Zeit, die wir im Einkaufszentrum oder auf Amazon verbringen, verbringen wir alle sehr viel Zeit online und auf Social-Media-Plattformen. Laut dem angesehenen Pew Research Center nutzen 76% aller amerikanischen Erwachsenen heute die sozialen Medien. Vor gerade einmal 10 Jahren waren es nur 11%. Und Statista berichtet , dass wir im Durchschnitt 135 Minuten (mehr als 2 Stunden!) am Tag damit verbringen, sozialen Content auf Kanälen zu konsumieren, die voll von Produktinhalten sind.

Für B2B-Marketer ist das Gespenst der „Maschine“ weniger ein Grund zur Sorge. Es ist unwahrscheinlich, dass jemand durch die Küche nach Alexa rufen wird und möchte, dass sein virtueller persönlicher Assistent ihm ein Unternehmenssoftwareprodukt kauft, einen Roboter für seine Fabrik, oder „Sie wissen schon, diese große Ofenanlage, die ‚ka-chung‘ macht”.

Dennoch denke ich, dass, wenn man Gebrauchsgüter, wie B2C-Produkte, B2B verkauft, die Maschine bereits solche Geschäfte macht. Die Just-in-time-Aufstockung von Vorräten ist Amazon gegenüber, das mir eine Toilettenpapierrolle schickt, bevor ich weiß, dass ich sie brauche, weit voraus, aber generell gilt dieses ausgedehnte Einkaufsverhalten auch für den B2B-Käufer.

Laut Sirius Decisions „verlaufen 67 Prozent der Wege des Käufers heute digital“ und dieses Einkaufsverhalten und CEB (das nun zu Gartner gehört) sagt, dass „[B2B]-Kunden ihren Kaufvorgang bereits zu 57% beendet haben, bevor sie auf einen Anbieter zugehen“.

Unser Content spielt also eindeutig eine wesentliche Rolle und es gibt eine Zielgruppe, die sich damit befassen möchte. Die Verbraucher zeigen, dass sie einige Zeit dafür investieren möchten, unsere Geschichte und unsere Produkte zu verstehen, dass sie verstehen möchten, wer wir sind, wofür wir stehen, ob sie uns mögen werden und welches Licht ein Kauf unserer Produkte auf sie selbst werfen würde (etc. etc.).

Als Gegenleistung für diese Aufmerksamkeit sollten wir uns bewusst machen, dass unsere Käufer keine Goldfische sind - sie können sich nach Besuchen auf unserer Webseite erinnern, wer wir sind –, und eine Content-Marketing-Erfahrung erstellen, die sich an diese Menschen richtet, die ihre freie Zeit in uns investieren.

Vergessen Sie also die Maschine und den Goldfisch. Denken Sie stattdessen an die Person und ihr Hobby - und erstellen Sie einen besseren Content.

Ian Truscott Ian Truscott

Ian Truscott hält den unoffiziellen Ehrentitel „Träger des Firmen-Megaphons“ für censhare und bringt als Marketingleiter 20 Jahre an B2B-Software-Erfahrung mit (er muss als Kind damit angefangen haben). Zum Glück für uns im Münchner Büro hat er einen Kessel und Teebeutel gefunden - seht Ihn Euch an, er ist glücklich.

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