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Googles Phantom Update

Google aktualisiert seinen Suchmaschinen-Algorithmus viele hunderte Male im Jahr, ohne dadurch größere Aufmerksamkeit zu erregen. Das im Mai dieses Jahres erfolgte Google Phantom 2-Update fand jedoch eine breite Beachtung, da sich die eingeführten Änderungen auf das Ranking tausender Websites ausgewirkt haben.

Anbieter wie HubPages , eine "how-to"-Style-Site, die quasi über Nacht 22% ihres Suchmaschinenverkehrs einbüßte, vermuteten zunächst, dass das neueste Google-Update mehr als eine Ausweitung von Qualitätsfiltern wie Panda beinhalten und sogar als Angriff auf "how-to"- und Informationswebsites gewertet werden könnte. Spätere Analysen und Erklärungen von Google zeigten allerdings, dass das Update sogar noch tiefgreifender wirkt.

Qualität definieren

Wie üblich lässt sich Google nicht gerne in die Karten schauen, wenn es um Zweck und Mechanismen von Phantom 2 geht, und behauptet vage, man werte "Qualitätssignale" aus – unklar bleibt dabei allerdings, worin denn diese Signale exakt bestehen und wie sie sich seit dem Panda-Update möglicherweise weiterentwickelt haben.

Laut einer Studie von Searchmetrics mit 10.000 Suchwörtern und 300.000 Websites in 30 Top-Suchergebnissen werden im neuen Post-Phantom-Ökosystem offensichtlich Inhalte mit höherer Wortanzahl, umfassenden und relevanten Texten und einer größeren Menge an hochwertigen Bildern und Videos eher als "hochwertig" eingestuft.

Andere vermuten, dass der aktuelle Algorithmus Websites mit verbesserter Benutzerfreundlichkeit begünstigt und "Clickbait"-Beiträge sowie aggressive Werbemaßnahmen abstraft und die Verweilzeit in die Rankings einbezieht.

Verbesserungspotenzial verstehen

Wie können sich Unternehmen auf das Phantom 2-Update einstellen (oder davon profitieren)? In einem kürzlich erschienenen Webmaster Hangout-Video empfahl John Mueller von Google, "langfristig" die Qualität der kompletten Website zu verbessern.

Für Webmaster bedeutet das: Die Internetseite muss benutzerfreundlich sowie technisch einwandfrei konzipiert sein sowie Metadaten, Strukturen, Navigationslösungen und eine Seitengestaltung präsentieren, die die Besucher motivieren, zu bleiben und aktiv zu werden. Für Marketingverantwortliche heißt das, "dünne" Inhalte aufzuspüren und dafür zu sorgen, dass alle Inhalte ausführlich, reichhaltig sowie präzise formuliert und gut präsentiert werden – und sich diese Inhalte im Conversion Funnel weiter nach oben bewegen.

Inhalt im Conversion Funnel nach oben bewegen

Matt Bush, der bei Google für Agency Performance verantwortliche Director, ist zunehmend mit Fragen nach dem "Wie, Warum, Wann und wo statt nur dem Was" konfrontiert – ein Phänomen, auf das der Google-eigene Knowledge Graph eine Antwort geben will.

Markeninhalte sollten diese tiefergehenden Fragen beantworten und schon lange vor dem Zeitpunkt, zu dem Kaufbereitschaft besteht, ein interessiertes Zielpublikum aufbauen. Bush macht dieses am Beispiel von Laufschuhen deutlich: "Der Zweck des Laufschuhs ist die Teilnahme an Marathons. Statt sich also lediglich auf das Produkt zu konzentrieren, sollte man darüber nachdenken, welche Inhalte Menschen in ihrer Vision unterstützen können, an einem Marathon teilzunehmen."

Markenanbieter, die sich der Herausforderung von Phantom 2 stellen wollen, kommen wohl nicht darum herum, über die grundlegenden "Was"-Fragen hinaus zu denken und sich darauf zu konzentrieren, sachkundige, umfassende und relevante Inhalte zu liefern, die die tieferen Fragen der Konsumenten beantworten – und dafür zu sorgen, dass diese Inhalte sichtbar werden und das Customer Engagement bereits in den Frühphasen der Customer Journey optimal fördern.

censhare Editorial Team censhare Editorial Team

Wir haben im Büro herumgefragt um herauszufinden, wer diesen Artikel geschrieben hat. Und alle haben gesagt: „Ich bin der Autor“. Unser Fehler war, dass wir Kuchen angeboten haben.

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