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Retail-Unternehmen nutzen mehrere Social Media-Kanäle

Inzwischen ist die Multi-Channel-Social Media-Nutzung für bekannte Retail-Marken zum Alltag geworden. Diskussionsthema ist allerdings noch, wie die Markenanbieter ihre Social Media-Aktivitäten segmentieren und planen sollten, damit sie den Online-Gewohnheiten und Bedürfnissen ihrer Kunden gerecht werden.

Eine aktuelle Studie von Yesmail hat die Social Media-Nutzung von 50 bekannten Marken in fünf verschiedenen Einzelhandelskategorien (Kleidung, Kosmetik, Megastores, Haushaltswaren und Elektronik) unter die Lupe genommen und einige interessante Zahlen zusammengetragen:

  • Über 91 % der Markenanbieter sind in mindestens zwei Social Media-Kanälen präsent.

  • Facebook war der beliebtestes Kanal für Marken (durchschnittliche Adaptionsrate: 98 %), bei vielen Unternehmen hat das Community-Wachstum allerdings 2014 nachgelassen.

  • Instagram ist der am wenigsten genutzte Kanal; dieses auf Fotos spezialisierte soziale Netzwerk findet allerdings bei jungen Erwachsenen breite Akzeptanz (Adaptionsrate zwischen 26 % und 32 %).

  • Bekleidungsmarken sind am stärksten sozial vernetzt: 86 % der Marken aus dieser Kategorie sind in mindestens vier sozialen Kanälen vertreten (und beeindruckende 60 % waren auf allen fünf untersuchten Kanälen präsent).

Welche Bedeutung hat das für die Markenunternehmen und was lässt sich daraus für die Zukunft ableiten? Hier sind einige der wichtigsten Empfehlungen für den Einzelhandel aus dem Bericht:

Cross-Promotion-Konzepte multiplizieren den Effekt: Grundsätzlich bedeutet dies, dass in allen digitalen Inhalten, einschließlich E-Mail-Marketing-Vorlagen und Produktgalerien, Social Media-Icons prominent platziert werden sollten. Unter strategischen Gesichtspunkten kommt es darauf an, durch Cross-Promotion über mehrere Kanäle hinweg den maximalen Wert aus den Kampagnen herauszuholen. Wenn Sie beispielsweise einen Wettbewerb auf Instagram ausrichten, sollten Sie einen ganzheitlichen Ansatz verfolgen: Nutzen Sie Ihre Präsenz auf Facebook und Twitter, um Nutzer zu Instagram zu führen und so zusätzliche Aufmerksamkeit zu erzeugen.

Interaktion fördern: Bei den Social Media geht es immer um eine bidirektionale Kommunikation: Kunden zu motivieren, ihre Erfahrungen auszutauschen und sowohl Lob und Anerkennung als auch negatives Feedback zuzulassen. Das sind einfache Praktiken des Community-Managements, die dazu beitragen können, die Reputation und Wahrnehmung der Marke zu verbessern und Ihre Kundenbeziehungen zu intensivieren.

Das eigene Zielpublikum kennen: Jeder Social Media-Kanal verfügt über seine eigene spezielle Demographie. Ihre Zielgruppe ist möglicherweise nicht auf allen Kanälen aktiv. Beispiel: Es ist eher unwahrscheinlich, dass Sie auf Snapchat viel Resonanz von einkommensstarken Erwachsenen erhalten werden, denn 50% der Nutzer dort sind zwischen 13 und 17 Jahre alt. Wenn Sie solche Zielgruppenpräferenzen und -gewohnheiten und deren Nutzbarkeit für die Werte und Ziele Ihres Unternehmens kennen, können Sie stärker differenzierte und zielführendere Kampagnen entwickeln.

Nutzungsfrequenz der Kanäle verstehen: Heute steht den Marketers eine Fülle an Nutzerdaten zur Verfügung. Sie wissen, wann, wo und wie oft Nutzer in welchen sozialen Kanälen aktiv sind. Solche Informationen sind besonders bei der Planung von Content Promotion oder bezahlten Werbekampagnen hilfreich. Wer sich vor der Konzipierung einer Kampagne die Zeit nimmt, geografische, kontextuelle und verhaltensorientierte Faktoren zu analysieren, sorgt dafür, dass die Werbung zum geeigneten Zeitpunkt und am geeigneten Ort platziert wird: also dann und dort, wo die Zielgruppe mit der größten Wahrscheinlichkeit reagiert.

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