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Neuer Such-Algorithmus von Google für mobile Geräte: Die Folgen für Markenanbieter

Seit dem 21. April hat Google erhebliche Änderungen an seinen Suchalgorithmen durchgeführt, die "mobil-freundliche" Websites begünstigen. Websites, die nicht für mobiles Browsing ausgelegt sind, werden auf den bekanntermaßen unbeständigen Trefferlisten der Suchmaschine in steigendem Maße nach hinten rutschen.

Vor dem Hintergrund der zunehmenden mobilen Internetnutzung (44 % der privaten Internetminuten entfallen inzwischen auf Smartphones, weitere 11 % auf Tablets) ist es nur logisch, dass Google ein stärkeres Gewicht auf Internetseiten legen will, die für mobile Geräte optimiert sind. Welche Folgen ergeben sich daraus für Markenanbieter und wie können sie sicherstellen, dass ihre Websites nicht in die Tiefen der Search-Rankings von Google verbannt werden?

Ist das Update zwangsläufig ein Übel?

Das Update des Such-Algorithmus wurde mit gemischten Gefühlen aufgenommen. Einige Beobachter haben sogar vom "Mobilegeddon" gesprochen. Allerdings sollten die jetzt erfolgten Änderungen, wie einige Kommentatoren meinen, nicht mit Angst und Schrecken betrachtet werden, sondern von den Markenanbietern als Chance begriffen werden, noch effektiver mit ihrem Zielpublikum zu kommunizieren.

Wer im Wettbewerb vorn bleiben will, muss immer darauf bedacht sein, seine Interaktion mit den Kunden über das Nutzererlebnis zu verbessern. Schließlich ist die mobile Welt keine vorübergehende Modeerscheinung: Voraussichtlich wird die Nutzung mobiler Geräte in Zukunft noch zunehmen. Neue mobile Empfangsgeräte, wie etwa die Smartwatches, unterstreichen diesen Trend. Vor dem Hintergrund solcher Entwicklungen könnte das Google-Update vielleicht der entscheidende Impulsgeber sein, den allzu zögerliche Marktakteure brauchen, um sich auf die mobile Technik umzustellen und mit der Verbrauchernachfrage und den Surfgewohnheiten Schritt zu halten. Die Belohnung? Eine größere Sichtbarkeit in der Suche, die sich möglicherweise über verstärkte Benutzerinteraktionen und höhere Conversion-Rates auszahlt.

Was macht eine Website mobil-unfreundlich?

Mit dem neuen Algorithmus profitieren mobile Nutzer von Websites, deren Inhalte auf ihren Geräten mühelos funktionieren. Zu den klassischen technischen Merkmalen einer für Mobilgeräte nicht optimierten Website zählen nicht abspielbare Videos, ein für das Display des Mobilgeräts zu großer Inhalt und ein sehr langsamer Seitenaufbau. Wenn ein mobiler Nutzer länger als sechs bis zehn Sekunden auf den Seitenaufbau warten muss, wird er die Seite mit größerer Wahrscheinlichkeit verlassen und seine Suche fortsetzen.

Markenanbieter sollten sich also eingehend mit den technischen Aspekten einer mobilen Optimierung befassen und ihre digitalen Angebote aus der Perspektive der User-Experience anpassen. Aber nicht nur das: Gleichzeitig gilt es zu berücksichtigen, wie man erfolgreich mit seinem "mobilen" Publikum kommuniziert. Dazu zählen beispielsweise Aspekte wie ein "leicht konsumierbarer" Stil (angemessen kurz, knackig und ansprechend), die Abstimmung von Go-live-Timings auf Zeiten, in denen Pendler unterwegs sind, oder die Nutzung mobiler GPS-Daten, um mit Hilfe von Geotargeting automatisch speziell optimierte regionale Inhalte zu kommunizieren.

Durch den Aufbau eines voll digitalisierten (und zunehmend personalisierten) Kommunikationsangebots können Unternehmen loyalere Beziehungen zu ihrem Zielpublikum aufbauen und effizientere Interaktionen fördern.

Wie wirkt sich das auf meine Desktop-Rankings aus?

Wer unsicher ist, ob seine Website für die Anforderungen des neuen Algorithmus gewappnet ist, kann den von Google angebotenen Test der Benutzerfreundlichkeit auf Mobilgeräten durchführen. Nach Eingabe einer URL wird automatisch analysiert, inwieweit die betreffende Website für die Nutzung auf mobilen Geräten optimiert ist. Entdeckte Schwachpunkte werden benannt und Hinweise zur Optimierung gegeben.

Für noch nicht optimierte Websites gibt es auch eine gute Nachricht: Die Änderungen wirken sich nur auf mobilen Geräten auf die Google-Rankings aus. Die Suchergebnisse auf Desktops oder Tablets sind nicht tangiert. Aber selbst, wenn der überwiegende Internetverkehr heute noch über Desktop-Browser läuft, wird sich der Trend zum mobilen Internetsurfen in absehbarer Zukunft fortsetzen. Deshalb dürfte eine komplett optimierte Website – in Kombination mit einer zukunftssicheren Strategie für die mobile Kommunikation – ganz schnell von einem "nice to have" zu einem unerlässlichen Erfolgsfaktor werden.