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Facebooks neue 'Instant Articles': Vor- und Nachteile für Verlage

Facebook hat vor kurzem die App Instant Articles, über welche Unternehmen, Medien und Verlage vollständige Artikel direkt im sozialen Netzwerk veröffentlichen können.

Obwohl sich anfangs nur ausgewählte Medien versuchsweise beteiligen (darunter National Geographic und das Portal BuzzFeed) erweist sich Instant Articles für Medien und das Marketing als großartige Chance - aber auch als eine drohende Gefahr. Bedeutet Instant Articles tatsächlich einen Wendepunkt? Und welches sind die eventuellen Vor- und Nachteile?

Für die Leser stellt Instant Articles erst einmal ein zurückhaltendes Interface mit großer Wirkung für die Nutzung dar. Bisher mussten User auf einen Link in ihrem Newsfeed klicken und warten, bis eine externe Webseite geladen wurde. Jetzt können sie den Artikel direkt in Facebook lesen.

Das macht Spaß und ist dazu auch optisch ansprechend, besonders mit Funktionen, wie professionell gemachten und automatisch ablaufenden Videos, interaktiven Bildern, Infografiken und Audiobeiträgen im Artikel. Bei Ladegeschwindigkeiten, die zehn Mal schneller sind als bei einer normalen, mobilen App hat Facebook etwas geschaffen, das Lesern Medieninhalte in einer attraktiven, lebhaften und bildhaften Form darbietet. Und zwar genau da, wo die Leser diese Inhalte erwarten.

Facebook bietet noch zusätzliche Einstiegsanreize: Werbung in Originalartikeln bleibt in Instant Articles eingebettet und der Verlag erhält 100 % der Erlöse. Außerdem behalten die Verlage 30 % der Werbeerlöse, die Facebook aus dem jeweiligen Inhalt erzielt. Zudem können die Verlage die Kontrolle darüber behalten, wie der Inhalt im entsprechenden Markenformat präsentiert wird.

Auf den ersten Blick erscheint Instant Articles für alle Beteiligten von Vorteil - für Leser, Verleger und natürlich Facebook. Was aber ist die Kehrseite der Medaille?

Facebook ist seit langem die wichtigste Triebfeder für die Aufrufe anderer Webseiten. Nach dem neuesten Shareaholic Social Media Traffic Report vom Dezember 2014 gingen 31,24 % der Gesamtaufrufe von Webseiten von Social Media Plattformen aus, wobei der Löwenanteil dieser Verweise auf das Konto von Facebook ging - dem folgt weit abgeschlagen Pinterest mit 5,06 % an Social Media-Verweisen.

Mit der Einführung von Instant Articles scheint es jedoch wahrscheinlich, dass die Aufrufrate von Webseiten sinkt, da die Leser in Facebook bleiben, anstatt weiter zu klicken, um Inhalt auf der Originalwebseite anzusehen. Da weniger Benutzer Inhalte direkt auf der Webseite aufrufen, wird auch das durchschnittliche Bindungsverhalten (wie die Verweildauer) bei Medien und Unternehmen sinken.

Dieser potentielle Rückgang an Aufrufen und direkter Bindung ist etwas, das Verlage berücksichtigen müssen, wenn sie das Angebot von Facebook annehmen wollen. Die betrifft auch Marken und Marketing allgemein, wenn Instant Articles einer größeren Zahl von Unternehmen zur Verfügung steht.

Eine inhaltlich starke Multichannel-Strategie, mit der eine Bindung über alle Berührungspunkte gefördert werden soll wird Medien helfen mit ihren Verbrauchern in direktem Kontakt zu bleiben. So wird auch garantiert, dass die Inhalte und Aufrufe ihrer Seite nicht darunter leiden.

Ein geeignetes Management-System aus Redaktionssystem, Mobile und Social Media Menagement etwa von censhare hilft Unternehmen und Medien dabei, eine Multichannel-Strategie effizient, reibungslos und maßgeschneidert umzusetzen und Kunden weltweit zu begleiten.

Weitere Informationen dazu finden Sie in unseren Lösungen zur Kundenbindung.