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Connected Home: Das neue Schwarz?

Der British Gas-Eigentümer Centrica will £ 500 Millionen in den Connected Home-Bereich des Energieversorgers investieren. Dieser Schritt erfolgt, nachdem die britische Regierung eine £ 40 Mio.-Investition in das Internet der Dinge (IoT) angekündigt hat. Aber welche Auswirkungen hat die Connected Home-Technologie tatsächlich auf Vermarktungaktivitäten?

Wachsender Markt

Business Insider schätzt, dass sich das IoT bis 2019 zum größten Endgerätemarkt weltweit entwickeln wird. Das klingt gewagt. Aber der Versorger British Gas hat über seine Tochter Hive seit deren Gründung 2012 bereits über 200.000 intelligente Thermostate verkauft. Und dabei repräsentieren solche aktiven Heizungssysteme nur einen kleinen Teil des IoT.

51% der von der Economist Intelligence Unit befragten Marketingführungskräfte gehen davon aus, dass das IoT wohl die bedeutendsten technologischen Auswirkungen auf das Marketing haben wird und damit sogar die Echtzeit-Mobiltransaktionen über-treffen wird. Warum? Die Qualität und Verfügbarkeit der über diese Technologie erzeugten Daten sprechen dafür.

Datentraum

Zunächst zur Qualität: Auf Mikroebene präsentiert das IoT die Möglichkeit, praktisch unmittelbar ein Feedback zu Produkten zu erhalten. Schaltet beispielsweise ein Kunde ein Gerät mehrmals ein und aus, könnte das auf Probleme hindeuten. Das eröffnet ein "Gelegenheitsfenster" für Kundendienst-Teams, tätig zu werden.

Auf Makroebene können selbst Basisprodukte wie die LED-Licht-"Motoren" von Gooee nützliche Kundendaten liefern. Sie integrieren Bewegungs- und CO2-Melder, die beispielsweise wertvolle Informationen für Energie- oder Sicherheitsunternehmen liefern können. Ein anderes Beispiel sind verbundene Kühlschränke, die eine Fülle an Informationen über Einkaufsgewohnheiten erfassen.

Die wichtigste IoT-Entwicklung liegt jedoch in der Kommunikation zwischen Geräten begründet. Diese Kommunikation funktioniert nur mit offenen Datenökosystemen, was im krassen Gegensatz zu dem strengen Schutz und der strikten Abschottung steht, wie wir sie normalerweise gegenüber Online-Dienstanbietern gewohnt sind. Diese Offenheit ermöglicht es Vermarktern, die erfassten Daten kreativ zu nutzen.

Erfüllung

Die maximale Ausschöpfung der IoT-Möglichkeiten hat nicht nur etwas mit dem Sammeln von Daten zu tun. Es geht vielmehr auch um die Verbindung und Kontextualisierung bislang disparater Daten im Sinne der Erzeugung eines brauchbaren Gesamtbildes über die jeweilige Zielgruppe.

Die Einführung oder sogar Schaffung eines wohlüberlegten Datenmanagements und von Interpretationslösungen wird darüber entscheiden, wie effektiv solche Daten genutzt werden. Solche Daten über eine vielfältige Mischung aus Bewegungssensoren, Einkaufsgewohnheiten und persönlichen Vorlieben zu "ernten", ist das eine. Sie für die Entwicklung effektiver Lösungen für die alltäglichen Probleme zu nutzen, dürfte wohl die größere Herausforderung darstellen.