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Tuesday 2¢: Unilever zeigt, dass unsere Marketingbudgets die Welt verändern können (ernsthaft!)

Unilever zeigt, dass unsere Marketingbudgets die Welt verändern können (ernsthaft!)

Willkommen bei Tuesday 2¢ . Es ist Dienstag - das Wochenende nur noch eine vage Erinnerung - und es ist an der Zeit, in unserem Blog etwas Dampf abzulassen und unsere bescheidene Meinung über ein aktuelles Thema der Branche kundzutun. Diese Woche ist Ian Truscott von einer wohl gemeinten Marketingentscheidung von Unilever inspiriert.


Laut Statista wurden im Jahr 2017 weltweit ca. 600 Mrd. Dollar für Werbung ausgegeben.

In dieser Reihe habe ich früher schon in einigen meiner Artikel darüber geschrieben, wie viel Kreatives und Gutes wir mit unseren gesammelten Marketinggeldern tun können, anstatt den Mist der Menschen gruselig wieder zu vermarkten oder Unmengen von langweiligem Content zu erstellen, der von der großen Google-Maschine gelesen werden kann. Mit diesem Geld könnte unsere Branche beispielsweise 2.500 Star Wars-Filme (oder vielleicht 60.000 Mal Lady Bird ) herstellen.

Vielleicht entscheiden wir uns also nicht, kreativ zu sein, vielleicht setzen wir die Gelder sinnvoll ein und nutzen sie, um zu helfen, das Leben der Content-Verbraucher zu verändern. Bei 75 Dollar/Stunde für Gesangsunterricht könnte man mit den 600 Mrd. Dollar in unseren Gesäßtaschen das Versprechen von Coca Cola erfüllen und der Welt tatsächlich beibringen, zu singen.

Okay, das ist jetzt vielleicht nicht sehr hilfreich.

Aber ich schreibe dies, da jemand mit einem enormen Werbebudget genau das getan hat: etwas Sinnvolles, das das Leben der Menschen tatsächlich ändern könnte.

Ich beziehe mich natürlich auf die neueste Meldung von heute, dass das Unternehmen Unilever seine Marketingbudget-Muskeln spielen lässt, um Social-Media-Webseiten anzuspornen, sich in Bezug auf ihre soziale Verantwortung gemeinsam einzusetzen, und damit droht, Facebook und Google Werbeanzeigen zu entziehen – oder, wie AdAge zitiert , digitale Plattformen, die „die Spaltung der Gesellschaft vorantreiben oder keinen Kinderschutz gewährleisten können“.

Laut AdAge sagte Chief Marketing Officer von Unilever, Keith Weed, in einer Stellungnahme, die vor seiner Rede herausgegeben wurde, außerdem Folgendes: „Als markengeführtes Unternehmen ist es für Unilever von größter Wichtigkeit, dass seine Kunden Vertrauen in seine Marken haben. Wir dürfen nichts tun, was dieses Vertrauen beschädigt — einschließlich der Wahl der Kanäle und Plattformen, die wir nutzen. Das Jahr 2018 ist somit das Jahr, in dem die sozialen Netzwerke dieses Vertrauen zurückgewinnen müssen.“

In den sauren Apfel zu beißen und diese milliardenschweren Social-Media-Unternehmen an ihre soziale Verantwortung zu erinnern, das ist etwas, das den Regierungen aufgrund des grenzüberschreitenden Charakters dieser Unternehmen bisher schwer gefallen ist. Aber ein Werbebudget kennt solche Grenzen nicht und Entscheidungen von einem internationalen Unternehmen wie Unilever werden unser überraschender Vorkämpfer.

ABER – wie viel Unilever hier auch bewirken mag, es ist erstaunlicherweise nur ein Tropfen auf den heißen Stein, wie Sam Barker von Juniper Research in dem Nachrichtenartikel der BBC sagt:

Im Ökosystem der Werbung gibt es so viele Spieler. Damit Facebook und Google überhaupt irgendeinen Einbruch in ihren Gewinnen spüren, brauchen wir noch viel mehr Unternehmen, die nicht nur ihren Hut in den Ring werfen, sondern ihren Drohungen auch Taten folgen lassen.

Aber es ist ein Anfang!

Und es ist eindeutig besser als meine Vorstellung von mehr Star Wars-Filmen und einer Welt voller Sänger…

Ian Truscott Ian Truscott

Ian Truscott hält den unoffiziellen Ehrentitel „Träger des Firmen-Megaphons“ für censhare und bringt als Marketingleiter 20 Jahre an B2B-Software-Erfahrung mit (er muss als Kind damit angefangen haben). Zum Glück für uns im Münchner Büro hat er einen Kessel und Teebeutel gefunden - seht Ihn Euch an, er ist glücklich.

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