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Sollten Markenanbieter eine Strategie für Wearable Computer entwickeln?

Müssen Markenanbieter die zunehmend verbreiteten Wearable Computer, die als Smartwatches oder Fitnesstrackern angeboten werden, als Teil ihrer Marketingstrategie berücksichtigen?

Die Antwort lautet: Möglicherweise. Natürlich sollten Marketers überall dort präsent sein, wo sich ihre Zielgruppen bewegen. Mit anderen Worten: Wenn ein erheblicher Teil ihrer Kunden tragbare Computer nutzt, sollten sie diese Produkte als Ziel-"Kanal" ernst nehmen. Für die meisten Marken – und ihre Kunden – scheint dies jedoch noch nicht der Fall zu sein.

Aktuelle Zahlen des Marktforschungsunternehmens NPD Group über die Wearable-Branche belegen, dass 74 % der Befragten Fitnesstracker kennen – aber nur 11 % diese Technik besitzen. Die Adaptionsrate von Smartwatches überzeugt sogar noch weniger: Smartwatches sind bei den Befragten zwar bekannter (81 %) als Fitnesstracker, aber gerade einmal 3 % der US-Bevölkerung besitzt diese Technik.

Zudem macht NPD als größte Herausforderung für die Verfechter der Wearables-Technik die Tatsache aus, dass 50 % der US-Bevölkerung nicht einmal eine Armbanduhr trägt.

Wenn wir einige dieser Prozentzahlen allerdings in weitere Zahlen aufgliedern, verdienen sie doch ein wenig mehr Aufmerksamkeit. 30 % der Breitbandhaushalte in den USA besitzen ein so genanntes Connected-Health-Gerät. 15 Millionen Haushalten nutzen in irgendeiner Form Fitness- oder Wellness-Geräte. 5 % der Befragten aus dieser Gruppe gaben an, derzeit eine Smartwatch mit solchen integrierten Funktionen zu benutzen.

NPD geht für die kommenden Monate von einem zuverlässigen und kontinuierlichen Zuwachs bei den Wearables aus. 2015 werden voraussichtlich allein in Nordamerika sieben Millionen Smartwatches verkauft, während geschätzte 8,5 Millionen Fitnesstracker über den Ladentisch gehen sollen. Bis zum vierten Quartal 2016, so die Prognosen, steigen die Verkaufszahlen weltweit auf über 20 Millionen verkaufte Smartwatches und 30 Millionen Fitnesstracker an.

Auch wenn Wearables heute nach wie vor als Zukunftstechnologie gelten, kann und wird sich das wahrscheinlich schnell ändern. Momentan wäre es wohl noch etwas verfrüht, eine detaillierte Strategie für Wearables zu entwickeln. Die meisten Markenanbieter könnten aber enorm profitieren, wenn sie sich frühzeitig mit dieser neuen Technologie auseinandersetzen und damit experimentieren. Nur so werden sie deren Potenzial für die Intensivierung von Kundenbeziehung auch wirklich verstehen.

Diesen Ansatz verfolgt jedenfalls das Content Marketing Institute und empfiehlt, sich diese Fragen zu stellen, um die Bedeutung von Wearables für die eigenen Zielgruppen zu ermitteln:

  • Wo gibt es "Sprünge" zwischen den einzelnen Welten Ihrer Kunden (online versus offline, Arbeitsplatz versus Zuhause), die zu unerwünschten Verzögerungen oder sonstigen Problemen führen?

  • Welche Klicks und Anrufe könnten Sie für Ihren Kunden eliminieren, wenn Sie ihn rund um die Uhr begleiten?

  • Wie könnte die ständige Verbindung die Erwartungshaltung Ihrer Kunden bezüglich eines nahtlosen Service erhöhen – und zwar unabhängig davon, wie und wo sie mit Ihnen interagieren?

Einmal mehr geht es also darum, die Menschen, die die neuartigen Geräte benutzen, ebenso wie die Geräte selbst zu verstehen. Mit anderen Worten: Sie brauchen keine Strategie für Wearables, sondern für die Menschen, die diese Technik nutzen.

censhare Editorial Team censhare Editorial Team

Wir haben im Büro herumgefragt um herauszufinden, wer diesen Artikel geschrieben hat. Und alle haben gesagt: „Ich bin der Autor“. Unser Fehler war, dass wir Kuchen angeboten haben.

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