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IT oder Marketing – wer ist für DAM zuständig?

IT oder Marketing – wer ist für DAM zuständig?

Wie ich zum Ende meines Artikels über die von Henry Stewart in New York veranstaltete DAM-Konferenz , will ich auf die einzelnen Themen zurückkommen, die für mich bei der Veranstaltung am prägnantesten waren. Für mich als Marketer war die Frage am spannendsten, an welche Zielgruppe ich mich mit meinem Inhalt richten sollte. Intuitiv würde ich die Marketingverantwortlichen von Unternehmen ansprechen, da ein Digital Asset Management System am wichtigsten für die Abteilung ist, die mit digitalen Assets arbeitet . Und das ist nun einmal oft die Marketing-Abteilung. Aber es braucht nicht viel Vorstellungskraft, um zu erkennen, dass digitale Assets auch für andere Abteilungen eine wichtige Rolle spielen, insbesondere die IT- und die Rechtsabteilung. Die Rechtsabteilung übergehe ich einfach mal, weil das Thema Rechteverwaltung für diese wohl kaum Grund genug wäre, die Verantwortung für ein DAM übernehmen zu wollen. Hier geht es eher um einen gerne mitgenommenen Vorteil, von dem man profitieren würde. Die IT-Abteilung dagegen hat gute Gründe, die Federführung für die vielleicht umfassendste technische Plattform im Unternehmen zu übernehmen. Die Frage, wer für das DAM verantwortlich sein sollte, IT oder Marketing, ist also nicht nur relevant, sondern ein Kampf, der von vielen Unternehmen bereits ausgefochten wird.

Schnell und langsam

Zum Leidwesen von IT-Leuten repräsentiert die Marketing-Abteilung oft die geschäftliche Notwendigkeit, schnell auf sich ändernde Anforderungen reagieren zu müssen. Diesem Sachverhalt steht die Tatsache gegenüber, dass technische Infrastrukturimplementierungen selten schnell vonstattengehen. Und das ist erst der Beginn des Problems. Wie oben erwähnt, zählen DAMs zu den komplexesten Systemen, die ein Unternehmen einführen kann . Und zudem muss ein solches System dann möglicherweise auch noch mit zahlreichen anderen Plattformen vernetzt werden. Denn theoretisch hat ein ganzes Unternehmen gute Gründe dafür, darauf zuzugreifen.

Häufig ist es beispielsweise das Produktteam, das außer der Marketing-Abteilung diesen Bedarf hat. Produktinformationen sind ebenso relevant und letztendlich auch digitale Assets und deshalb in zunehmendem Maße Bestandteil eines DAM . Das macht Sinn. Aber auch die Sicherheit kann erfolgsentscheidend für Ihr Unternehmen sein, was ein weiteres Argument für eine bedeutende Rolle der IT-Abteilung wäre.

DAM-Abteilung?

Es kann nicht oft genug betont werden, dass DAM keine simple Lösung ist, die man mal eben an einem Nachmittag einkauft. Wenn Sie auf Nummer sicher gehen wollen, dass die vielleicht größte Technologieinvestition, die Ihr Unternehmen jemals tätigt, zum Erfolg wird, sollten Sie unbedingt dafür sorgen, dass diese Entscheidung von den richtigen Leuten getroffen wird. Aufgrund der zahlreichen unterschiedlichen Rollen und Abteilungen, die digitale Assets benötigen und ein zweckdienliches Repository benutzen wollen, macht es durchaus Sinn, wenn eine dazu auserkorene Abteilung die Recherchen durchführt, mit dem/den Lieferanten zusammenarbeitet, Schulungen organisiert und die führende Rolle für die Technologie übernimmt . Dennoch muss die Frage erlaubt sein: Welche Abteilung ist dafür prädestiniert, die IT-Leute oder eher die Marketingverantwortlichen? Für alle Unternehmen, die sich das leisten können, lautet die Antwort: eine Mischung von Akteuren aus beiden Abteilungen wäre die ideale Lösung. Eines der Probleme, zu deren Lösung ein gutes DAM beitragen kann, ist das in vielen Unternehmen bestehende Silo-Problem. Die Zusammenarbeit innerhalb einer Abteilung funktioniert tendenziell immer noch besser als abteilungsübergreifend. Deshalb ist es wahrscheinlich klug, eine Entscheidung dieser Größenordnung statt mehreren Bereichen mit abweichenden Meinungen eine Abteilung treffen zu lassen. Auch empfiehlt der Grad der Komplexität höchstens eine Handvoll DAM-Experten – damit Sie nicht nur zu einer Lösung gelangen, die ihr Geld wert ist, sondern auch eine, die sich rentiert.

Und der Gewinner ist ...

Es wird wohl niemanden überraschen, wenn ich hier keinen Gewinner verkünde. Für einige Unternehmen macht es Sinn, wenn die Marketing-Abteilung die Führung für ein DAM-Projekt übernimmt, in anderen Fällen wiederum sollte die IT-Abteilung federführend sein und in noch anderen, vor allem größeren Unternehmen ist eine spezielle DAM-Abteilung am sinnvollsten. Es gibt also sicherlich keine Patentlösung, dennoch einige wichtige Schlussfolgerungen zu vermelden:

  • Die Lösung ist nichts, was man auf die leichte Schulter nehmen sollte. Jeder, der davon betroffen ist, sollte im Auge behalten werden.

  • So verlockend es auch sein mag, jeden mitreden zu lassen, so sollte doch eine Abteilung die Federführung übernehmen. Ansonsten wird es nie zu Entscheidungen kommen.

  • Wenn es auch vielleicht die Marketing-Abteilung ist, die den Bedarf für ein DAM feststellt, so sollte sie nicht vergessen, dass die IT-Abteilung entscheidend für die gute Umsetzung des Projekts in die Realität ist.

  • Die Marketing-Abteilung könnte die Führung bei der Entscheidung über die richtige Softwarelösung übernehmen. Aber dann sollte die IT-Abteilung die Federführung für die Implementierung des Systems übernehmen.

Als Marketer liegt es in meiner Natur, immer genau zu wissen, wer anzusprechen ist. Aber bei der Vermarktung von DAM-Lösungen funktioniert das nicht so einfach. Glücklicherweise habe ich Zugang zu Software, die es mir ermöglicht, Inhalte problemlos für unterschiedliche Nutzertypen zu konvertieren. Da Vertreter von Marketing-, IT- oder DAM-Abteilungen die Hand heben könnten, wenn es darum geht, ein DAM-Projekt zu initiieren , ist es wohl am besten, Content für alle drei Zielgruppen zu erstellen.

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Douglas Eldridge Douglas Eldridge

Doug Eldridge steuert Marketing-Inhalte von unserer US-Zentrale in Denver, Colorado. Er hat als Marketer für ein DAM-Unternehmen begonnen da er dachte, wenn ein Dam(m) errichtet ist rettet er die Leben der Menschen auf der einen Seite und schafft einen wunderbaren See für die auf der anderen Seite. Als der gemerkt hat, dass er für ein Software-Unternehmen arbeitet ist er schnell agil und ein Experte für semantische Datenbanken geworden. Wenn er nicht arbeitet macht er das, was alle in Colorado machen: Zeit in den Bergen und den lokalen Brauereien verbringen.

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