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Tuesday 2¢: Marketer, Ihr seid nun die Herausgeber

Tuesday 2¢: Marketer, Ihr seid nun die Herausgeber

Willkommen bei Tuesday 2¢ . Es ist Dienstag - das Wochenende nur noch eine vage Erinnerung - und es ist an der Zeit, in unserem Blog etwas Dampf abzulassen und unsere bescheidene Meinung über ein aktuelles Thema der Branche kundzutun. Diese Woche stellt Ian Truscott fest, dass die Disziplin des modernen Content Marketings ihn - und alle seine Marketing-Kollegen - zu Herausgebern macht.


Vor kurzem schrieb ich über den vermeintlichen Tod des Print , Achtung Spoiler: Print ist nicht tot. Aber in dem Artikel habe ich auch kurz über die Verlagsbranche geschrieben (die, zur Überraschung vieler, die neuen Medien nutzender cooler Kids, auch nicht tot ist) und diese Woche stürze ich mich so richtig auf dieses Thema.

Der herkömmliche Weg, Nachrichtenmedien zu produzieren (sollen wir es Content nennen?), finanziert sich durch zwei Quellen: (1) Abonnenten, die Content kaufen (Zeitschrift/Zeitung), und (2) Inserenten, die dafür bezahlen, dass ihre Werbung sichtbar vor diesen Abonnenten platziert wird.

Aber hier geht es nicht nur um die Art und Weise, wie Content finanziert wird, sondern auch darum, wie er erstellt wird. Eine Veröffentlichung wird dadurch definiert, wie der Content um diese beiden Zielgruppen herum erstellt wird. Die Prinzipiengetreueren sehen möglicherweise den Leser als wichtigste Zielgruppe. Unabhängig von jeglicher Art der Veröffentlichung spielt jedoch der Inserent eine Rolle.

Heutzutage gibt es neue Mitspieler im Spiel rund um Veröffentlichungen und wenn Sie ein Marketer sind, sind Sie und Ihre Zielgruppe einer davon.

Joe Pulizzi - der Gründer des Content Marketing Institute, der bereits seit einem Jahrzehnt, noch bevor das Thema überhaupt bei Google Trends auftauchte, über das "Content Marketing" spricht - sagt, dass "Content Marketing" aus dem Bereich "Custom Publishing" stammt. Für mich klingt dieser alte Begriff, wenn auch nicht so spannend, immer noch richtig.

Marketer wird gerade bewusst, dass Verbraucher sich nicht für Produkte und Dienstleistungen interessieren. Sie interessieren sich für sich selbst.

Okay, an irgendeinem späteren Punkt im Verkaufszyklus interessieren sie sich möglicherweise sehr für Features und Funktionen, aber auch das ist dann eine selbstsüchtige Motivation, um sicherzugehen, dass sie keinen schlechten Eindruck machen, wenn sie sich für Ihr Produkt entscheiden.

Die Geschichte zu erzählen, wie Ihr Produkt und Ihre Dienstleistung ihr Leben verbessert, das ist Content Marketing. Diesen Vorgang innerhalb des Marketings zu operationalisieren, erfordert eine andere Denkweise. Sie dürfen nicht an das Produkt denken, sondern an den Verbraucher des Content.

Wenn Sie an den Verbraucher denken, dann denken Sie an den Leser.

Wenn Sie an den Leser denken, dann sind Sie ein Herausgeber.

Ja, Sie sind kein Marketer mehr, im Hamsterrad von Datenblättern, Wertangeboten und Produktinhalt, der mit dem Megaphon "ich, ich, ich" ruft - Sie sind ein Herausgeber, der an seinen Leser denkt.

Ein Leser, der nicht von Ihnen "ich, ich, ich" hören möchte - sondern über "sich, sich, sich". Er will informiert, unterhalten, bestärkt, gebildet, motiviert werden, was auch immer dieser potenzielle Käufer (bitte entschuldigen Sie - Leser) braucht.

Es ist nicht so einfach, diesen "sich, sich, sich"-Content zu erstellen. Ein Datenblatt mit einer Liste von Produkteigenschaften, das ist leicht. Man ruft einfach in der Technikabteilung an. Zu verstehen, was es für den Leser bedeutet, und das dann interessant und ansprechend zu machen, ist ein ganzes Stück Arbeit.

Der erste Schritt ist, Ihre Zielgruppe zu verstehen, und dann für sie zu schreiben.

Herausgeber haben das immer getan.

Sie kennen ihre Nische in der Zielgruppe und bauen um diese herum einen Stamm auf. Sie definieren sich selbst mit einer Meinung, betreiben Recherche, sie kennen den Vertrieb (etc., etc.). All diese Dinge, die ein moderner Content Marketer heutzutage tun muss (wenn man sich an die Bücher hält).

Das ist wahrscheinlich auch der Grund, warum wir so oft hören, dass Marken zu Medienunternehmen werden oder dass Marken Medienunternehmen kaufen und Journalisten in Marketingteams heiß begehrt sind.

Das Verlagswesen hat sich verändert. Es hat sich hin zu den Marken verändert. Wenn Sie im Bereich Marketing tätig sind, dann sind Sie nun Teil dieses Spiels.

Und da Sie nun Herausgeber sind, müssen Sie vermutlich ein wenig anders denken und arbeiten.

Warum Marketer umdenken müssen

Planen Sie für das Publikum, nicht für die Plattform: Sie werden direkt darauf reagieren können, wie Verbraucher mit Ihrer Marke interagieren und gezielte Kampagnen mit einem deutlichen ROI erstellen.

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Ian Truscott Ian Truscott

Ian Truscott hält den unoffiziellen Ehrentitel „Träger des Firmen-Megaphons“ für censhare und bringt als Marketingleiter 20 Jahre an B2B-Software-Erfahrung mit (er muss als Kind damit angefangen haben). Zum Glück für uns im Münchner Büro hat er einen Kessel und Teebeutel gefunden - seht Ihn Euch an, er ist glücklich.

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