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Autopanne
Es war ein schöner kalter Wintermorgen im Dezember und es war wie im Märchen ... Fast wie im Märchen - denn es sollte ganz anders kommen...
Ich hatte eine heiße Tasse von meinem duftenden Lieblingskaffee in der Hand, schaute aus dem Fenster, auf wirbelnde Flocken und den frisch gefallenen Schnee. Streichelte noch mal über die sanft schnurrende Katze, die es sich auf meiner warmen, flauschigen Couchdecke gemütlich gemacht hatte, und verließ dann das Haus in Richtung Auto, Endziel Büro.
Im Radio wechselten sich Lieder, die zu einer besinnlichen Weihnacht aufriefen, mit der "Weihnachten-wird-unterm-Baum-entschieden"-Kampagne ab. Dazwischen diskutierten die Moderatoren über ihre jeweiligen Lieblings-Sex-Stellungen oder kündigten die Info des Jahrhunderts an, wenn man nur weiter brav dran bliebe und nicht umschalten würde.
Ich biege gerade nix Schlimmes ahnend in die vorletzte Straße zu meiner Arbeitsstelle ein, als mir mein Auto mit einem aufdringlichen hellen Piepen mitteilt, dass die Batterie leer ist ... Na toll! Der Motor geht aus - und da stehe ich. Hinter mir zwei Wägen, die offensichtlich energisch ihre gut funktionierende Lichthupe testen. Irgendwann gingen sie dann auf die richtige Hupe über, die schrille, laute, und jagten erst mal ein paar geschockte Vögel aus dem Baum am Straßenrand hoch.
Ich steige aus, und da fährt auch schon der erste zügig auf dem Gehweg an mir vorbei, natürlich nicht ohne mir seinen Mittelfinger zu zeigen. Diesem Bild hätten nur noch ein Haufen Geschenke und diverse Media-Markt-Tüten auf seinem Rücksitz gefehlt, ihm selbst eine Zigarette im Mund, das Handy in der Hand, dies alles zusammen mit der Sprechblase "Fröhliche Weihnachten, du Arschloch!"
Nachdem die Straße nun frei war, rollte ich mein Auto auf den Gehweg. Ein weiteres Auto fuhr gemächlich an mir vorbei, und der Fahrer schaute interessiert zu, was ich denn da machen würde. Merkwürdig, dass mir die Autofahrer, welche meine Situation ignorierten, in dem Moment lieber waren ...
Mein Büro und der ADAC war verständigt, eine Strassensperre stellte ich auch nicht mehr dar - also was nun?
Ich setzte mich gemütlich auf die Rückbank meines Autos, packte meinen Laptop aus, verband diesen mit meinem Handy, um ins Internet zu kommen, und fing an, E-Mails und Tickets zu bearbeiten. Auch eine kleine Telko war in dieser Situation noch möglich, locker! Das einzige was mir noch fehlte, war ein Kaffee ... Ich diktierte Siri eine Erinnerung, dass ich unbedingt und baldigst eine Kaffeemaschine mit separater Stromzufuhr in meinem Auto brauche.
Nach einer kurzweiligen halben Stunde etwa kam auch schon der freundlich-gelbe Abschleppwagen vom ADAC und lud mich auf. Meine Auto befindet sich jetzt in der Werkstatt, ich bin wieder nach Hause ins Home-Office, hab meinen duftenden Kaffee in der Hand und die schnurrende Katze neben mir.
Eigentlich ganz nett der Tagesbeginn - was kommt als nächstes?
Peter Laschtowitz

Peter Laschtowitz hat 2006 als Azubi (Fachinformatiker) bei censhare begonnen und ist seit 2009 Teil der censhare IT Services. Dort schätzt er besonders den Kontakt mit den verschiedensten Menschen und die vielfältigen „Außeneinsätze“ bei Kunden vor Ort. Wenn ihm censhare und sein Terminal die Zeit dafür lässt ist er in seiner Freizeit ein begeisterter Event-Fotograf, Koch und Snowboarder.
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Die Autoren des cenblog kommentieren aktuelle Entwicklungen rund um die Themen Publishing und Collaboration, dem damit verbundenen Change Management sowie dem Informationsmanagement der Zukunft. Das Ergebnis ist ein Mix aus fachlich anspruchsvollen Beiträgen und einem Blick hinter die Kulissen der censhare Offices weltweit. Wir freuen uns auf einen aktiven Austausch mit der censhare Community und auf interessante Kommentierungen!


















Segen der Mobilität
Klingt sehr nett, deine Geschichte, Peter, kann mir dich bildlich vorstellen. Was wäre das Leben heute nur ohne UMTS, und ohne Siri! Schade, dass letztere nicht selbst den Kaffee machen kann :-)
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